eine Reise durch Australien

 

Motorradreise

vom 11.10.2010 bis 16.12.2010

Reisebericht aus Sicht eines
Teilnehmers

Der Reisebeginn in Deutschland und alles, was bis Perth/Westaustralien passiert ist

Montag 11.10.

Abfahrt 16:00 Uhr Hauptbahnhof Nürnberg. Wolfgang Arzt hat mich hingebracht. Die zuverlässige Bahn hat die Anzeigentafel am Bahnsteig falsch bestückt. So steige ich laut Zugplan ganz hinten ein – es hätte ganz vorne sein müssen. Also: Während er fährt mit 2 Koffern, Rucksack und Tasche durch alle engen Waggons zum reservierten Platz. Stress.

In Frankfurt am Main Airport stehen die Passagiere bereits 3½ Stunden vor Abflug der Emirates Schlange. Stress – Zwei Stunden stehen. Dann geht der Flieger 20 Min. später als geplant. Die Uhr stelle ich 2 Stunden voraus!

In Dubai ist der Airport übersichtlich und sauber!


Dienstag 12.10.

Im Gegensatz zu FFM ist alles leicht zu finden. Wartezeit vier Stunden. Dann Nonstop nach Melbourne – allerdings wird Flugziel AUKLAND angegeben. Service ist gut – Plätze „geräumig“. Die „Emirates“ serviert gutes Essen, soweit man es im Flugzeug so nennen kann. Alles wird sauber gehalten – angenehmes Personal.

Das Gewicht des Fluggepäcks (erlaubte 30 Kg!) wurde obendrein noch großzügig gewogen. Handgepäck wird nicht einmal beachtet. Getränke – Nachbestellung in jeder Art – gar kein Problem.


Mittwoch 13.10

Ankunft Airport Melbourne. Zeitverschiebung von Frankfurt derzeit 9 Stunden. Das ändert sich von Regionen und Bundesstaaten unterschiedlich, manche haben keine Sommerzeit. Manche haben eigene Zeit! Ortszeit hier: 06.33 Uhr. Es herrscht starke Bewölkung, die bis zum Boden reichte. Sicht unter 2 m! – Das Flugzeug gerät neben die Landebahn und muss wenige Meter über dem Boden durchgestartet werden. Der Pilot gibt in letzter Sekunde vollen Schub und versucht nach 40 Min. eine neue Landung – die klappt, Gott sei Dank!

Nach neugieriger Befragung beim Zoll werde ich vom Toni abgeholt, der, obwohl er sich verfahren hatte und eine Stunde später ankam, jetzt bereits auf mich wartet. Wir fahren gleich zu Gogo, etwas 70 km außerhalb nach Melton. Dort geht es gleich weiter mit Tourvorbereitungen. Reifen aufziehen, Auto reparieren (Stoßdämpfer, Beleuchtung ...).

Einige Besorgungen im Supermarkt. Ich merke, dass meinen Visa-Pin nicht ok ist – es gibt keine Abhebung. Stress. Nachfrage daheim ergibt keine Lösung. Notfalls muss ich die Bankkarte nehmen zum Abheben. Das mit dem Aktivieren der neu gekauften Prepaid-Karte fürs Handy klappt auch noch nicht. Es ist 8 Grad „kalt“ und regnet den ganzen Tag. Abends macht Stephan Steaks, die auf der Zunge zergehen. Frischfleisch gibt es in jeder Weise und in unvorstellbaren Mengen in den Supermärkten.


Donnerstag 14.10.

Der Toni hat grausam geschnarcht. Deshalb stehe ich kurz nach 6 Uhr auf. In Ruhe mache ich mich fertig und ordne ein paar Sachen. Toni und ich haben etliche Reparatur-Arbeiten an Auto/Anhänger zu verrichten. Außerdem basteln wir einen mobilen Windschutz für den Grill. Gogo verfällt in fränkische Lethargie: „Des Werkzeich is nonni g’richt, die Stoßdembfa heulen, da Blinga am Henga geht net, die Hausdier is hie, mei Glumb is nonni baggt, as Differenziolöl suddert fur sich hie, mei depperda Onwold (Rechtsanwalt) nervd mi und da komische Olli mechert mei Haus scho widder mied’n, oh Godderla!“ Wir: „Griengma nu alles hie bisn Samsdooch, vaschbrochn!“

Anke (Mitfahrerin bis Darwin) sorgt mehr für Logistik. Abends kommt die australische Familie Bellinda, Steve und ihre drei kleinen Mädchen zum Grillen. Es gibt wieder Steaks – Axel aus Schwaben ist auch schon da.


Freitag 15.10.

Ab 04:00 Uhr regnet es in Strömen – es ist wieder kalt.

Irgendwann gegen 06.00 Uhr klopft Schorsch. Er ist vom Flughafen Melbourne gekommen und bittet um Einlass, den ich ihm gewähre. Schorsch ist auch einer der Motorradfahrer für die Westtour. Er ist müde und legt sich erst mal hin.

Heute reparieren Toni und ich noch die Haustüre, machen beim Jeep den Getriebeölwechsel und dann ein paar Einkäufe. Es hat den ganzen Tag geregnet. Abends machen wir wieder die guten Steaks. Später abends kommt Oliver, der Norddeutsche, der über den Sommer das Haus von Gogo gemietet hat. Die Reisesachen habe ich größtenteils schon gepackt. Nach ein paar VB (gängigstes Bier in Australien – ausgeschrieben Victoria Bitter) sowie mittlerweile auch Glühwein und zwei doppelte Gin gehe ich vor 12 Uhr schlafen, damit wir morgen frühzeitig vorankommen.


Samstag, 16.10.

Um 06:00 Uhr ist es endgültig aus mit dem Schlafen. Der Schorsch hat die ganze Nacht ohrenbetäubend geschnarcht. Wir lagen auf dem Fußboden in der Küche, bzw. im Aufenthaltsraum, der nicht durch Türen getrennt ist. Oliver hatte sein Schlafgemach auch hier eingerichtet, sodass wir zu viert waren. Schorsch alleine hat mindestens für vier geschnarcht. Um 08:00 Uhr sind wir mit dem Frühstück fertig. Jetzt schnell Gepäck verladen. Gogo fällt der Abschied von seinem Hausgeist Marty, der Gashman, derart schwer, dass er sich mit ihm alleine nochmals ablichten lässt. Seht, wie beide von Traurigkeit gekennzeichnet sind. So ist es halt, wenn dem Gogo jemand zugelaufen ist.

Abfahrt kurz vor 09:00 Uhr – dann geht es ab Richtung Adelaide (700 Km). Eine 10-Stundenfahrt mit den Jeeps.

Um 18:00 Uhr sind wir aufgrund guter Verkehrslage und ohne Pause bereits am Campingplatz BIG 4, Military Road 1. Von dort nach dem Abladen und Beziehen der CABINS (Mini-Häuser mit sechs Betten), fahren wir zu einem Fußball-Klubhaus zum Abendessen. Durch Bekannte von Stephan (Fred und dessen Frau), die hier Mitglied sind, bekommen wir noch einen Tisch. Essens-Beispiel: Eine ganze Lammkeule mit Soße/Beilagen/Salatbuffet 20 A$. Das sind 14€.

Der Rückweg wird dann zum Abenteuer. Da das Navi ausfällt und kein Stadtplan im Auto ist, dauert das ganze 1½ Stunden. Die Hinfahrt betrug knapp ¼ Stunde.

Anmerkung:
Die Vegetation hier ist üppig. Die Laub – und Nadelbäume sind fast alle andersartig. Viele Schafweiden. In Adelaide gibt es viele schöne Araukarien (grösste Pinien-Art). Die Stadt hat 1,4 Mio. Einwohner. Sie ist weitläufig gebaut und hat eine riesige Ausdehnung. Hier sind die ersten Papageien (Kurzschwanz mit rosa Brust) zu sehen.


Sonntag 17.10.

Um 06:00 Uhr ist die Nacht vorbei. Toni hat allerdings den Wecker auf Melbourn-Zeit eingestellt. Deshalb ist es in Wirklichkeit erst 5:30 Uhr. Die Rezeption am Campingplatz öffnet erst um 08:00 Uhr. Deswegen haben wir viel Zeit zum Packen und ich obendrein zum Verfassen dieses Berichtes. Es ist immer noch eisiger Wind. Allerdings hat der Regen nachgelassen.

Heute wollen wir ca. 800 km weiter Richtung Westen bzw. Perth. Um 08:20 Uhr holen wir Gogo bei Fred ab, wo er übernachtet hat.

Gogo zerknirscht: „Wu kummd’n ihr her. Hobda wull scho auf westaustralische Zeit umg’stellt?“ (= 1½ Stunden zurück) -  sodder, sodder, fasel fasel ... Sofort geht es jetzt on Tour. Einer der Teilnehmer später: „Der soll froh sa, dassmer ned nu MEZ-Time eigsdelld hom.“

Es geht zügig voran – bis Port Augusta wechselt die übliche Vegetation in große Weidelanschaft und dann immer mehr zu Steppen und Pampa-Flächen mit Buschlandschaft.

In Port Augusta ist Tankstopp und Einkauf zum persönlichen Bedarf. Alle strömen aus. Jeder kauft für sich einzeln. Gogo danach: sodder, sodder, maul, gafer: „Vier wos habda denn a Kassa gmachd, wender alle einzel eikafft?“ Jammer – maul – lamentier: „Über dreißich Doller Einkaufsbon heddmer Brozende beim Dang’g griggt. Oba deng’n du wohrscheinli blooß iech!“

Weiter geht es durch relativ langweilige, flache Landschaft mit einer etwas bizarren Buschsavanne. Die Fahrt läuft gut, das Wetter ist jetzt trocken und wir entschließen uns zum Weiterfahren bis in die Nacht. Buschübernachtung ist umstandshalber abgesagt.

Bevor wir das Nullarbor-Roadhouse nach mehr als 1000 km erreichen, versucht uns der Südkreuzler Gogo am Nachthimmel das Kreuz des Südens zu erklären. Doch er hat nicht mit dem Ösi Schorsch gerechnet, der sich auskennt und auch noch eine Sternenkarte dabei hat. Er findet das Kreuz ganz wo anders und kann dies auch noch begründen und erläutern.

Gogo: grübel – äh – suwos: „Der kennt si ja aus, dann mussi eich ehm an annern Schmarn derzelln“ und steigt zerknirscht in den Landrover.

Nach wenigen Kilometern erreichen wir gegen 22:20 Uhr das Roadhouse. Wir mieten uns für 65 A$ ein Doppelzimmer.

Nach dem Einchecken: Gogo sucht Verzweifelt, jedoch mit voller Entschlossenheit nach der Gordonsflasche. Nach geraumer Zeit wird er fündig. Kurzes Aufhellen seiner strapazierten Gesichtszüge. Aber dann: Jammer, heul, grein, wimmer:

„Des kummd alles vill zu dajer. Nanaa, ned fir Eich – fir miech! Die Audos und Modoreeder waddn (zu Deutsch: warten), neie kaaf’m, Reifn, Schbridd, Madderiol und, und, und. Dann mussi an Doni ah nu mied durchzieng. Dann kummer auf ahmol nu drei Dailnehmer und wolln ah nu mied. Wos des widder exdra kost.“

Wir: „Werd scho alles wern – drink nu a Schniddla, dasd wengstns schloofn konnst.“

Kurz nach 12:00 Uhr: Nachtruhe.


Montag 18.10.

Die Nacht war eiskalt (nahe Null), aber die Wolken sind weg. Kalter Wind – Frühstuck vom Proviant – dann um 08:30 Uhr weg.

Wir wollen Kilometer fressen. Die Vegetation wechselt wie gestern – mal Halbwüste, mal Eukalyptus – Busch. Die Trockenheit der ewig flachen Landschaft ist geologisch bedingt. Während die Oberfläche aus porösem Kalk-Karst besteht und kein Wasser speichert, gibt es darunter viele unterirdische Flüsse. Die Straße geht nicht nur überwiegend geradeaus, sondern zudem auch noch waagerecht.

Nach ca. 600 km beim Roadhouse „Eucla Motels“ legen wir Rast ein. Wir sind hier im Bereich des größten Golfplatzes der Welt, „Nullarbor Links“. Hier entstehen auf einer Länge von 1365 km entlang des Highways A 1 die  18 Golf-Löcher.  Die Weiterfahrt über die „Fruchtgrenze“ und das längste schnurgerade und vollkommen ebene Stück Highway Australiens (146,40 Km) bringt außer ein paar spektakulären Blicken zur Großen Australischen Bucht am indischen Ozean nichts Neues an Landschaft.

Wir ziehen voll durch, bis wir den Highway Nr. 94 erreichen und von dort aus direkt nach Norden weiterfahren bis Kalgoorly-Boulder, gelegen an der größten Goldmine der Welt. Hier wurden bisher 1000 Tonnen Gold gefördert. Die Mine ist jedoch nahezu ausgebeutet. 

Nach 200 Km erreichen wir Boulder. Am Campingplatz „ACCLAIM-PARKS“ nehmen wir Cabins (Preis z. B. für 2 Nächte ohne eigenes Bad 85 A$). Es ist ruhig und sauber hier. Cabins haben Air-Condition. Bis gegen 12:00 Uhr Umtrunk, dann schlafen. Die Uhrzeit haben wir störrisch und nach hartnäckigem Zweifeln bei der Ankunft von 22:15 Uhr auf 19:45 Uhr umgestellt. Hier kennt sich keine Sau mehr aus.
Ergo: Wenn du irgendwo ankommst, frage erst mal, wie spät es hier ist.

Anmerkung:
Die Tagestemperaturen bei der 1150 Km langen Etappe waren auf über 25 °C angestiegen.


Dienstag 19.10.

Herrliches Wetter, leichter Wind – aufstehen ca 7:00 Uhr.
Kurz nach 11:00 Uhr fällt Gogo schon wieder in fränkisch-australische Lethargie: „Also glabbders, etz moui schowidder middn breedichn ohfanga. Worum deddana denned, wie ich scho in Meldn fo eich erwadded hob, eire Kostn zamrechna und mir die Kohle rieberwachs’n lossn. Alles wos rechd is. Ich bin doch aa ka obdachlosnasyl und a ka Heilsarmee. Und fo mein Bier habda – sodder, sodder, gafer, jammer, maul ... Erklärungsversuche der Teilnehmer laufen ins leere und verhallen im Wind. Auf gegenseitige Streicheleinheiten wird großartig verzichtet. Dann aufsitzen und nach Boulder zum Sightseeing, Einkauf und Minen-Besichtigung.

Abends – 18:30 Uhr gehen wir in die Balkon–Bar/Restaurant zum Essen. Teuer, aber gut. Gogo war von uns eingeladen. Die Tagestemperaturen waren heute bereits weit über 30°C.


Mittwoch 20.10.

Wir stehen bei wolkenlosem Himmel ca. 6:00 Uhr auf. Es beginnt bereits um 08:00 Uhr bei der Abfahrt Richtung Perth (600 Km) warm zu werden. Bis Mittag steigen die Temperaturen auf ca. 35°C. Etwa 200 Km vor Perth schlägt das Wetter um. Vorher weht eine Stunde lang starker Sturm. Der Gegenwind lässt max. 70-80 Km/h zu. Es ist wieder kalt geworden und es regnet leicht. 20 km vor Perth beginnt ein Eukalyptuswald, der sich bis in die Stadt hineinzieht.

Ankunft ca. 16:00 Uhr beim Campingplatz BIG 4 in Forestfield nahe Perth. Dann auspacken, einziehen und anschließend Einkauf – wir kochen selbst (Steaks).

Abends wird der Anschiss von Gogo von gestern nochmals nachbereitet – ohne durchschlagenden Erfolg. Ein Rotwein für 5 A$ schmeckt vorzüglich. Toni, Schorsch, Anke und ich wohnen in der CABIN. Axel und Sibylle haben sich nach der Fahrt ausgeblendet. Sie mieten sich am Airport (nahe von hier) ein Auto und wollen bis Sonntag Bekannte besuchen.


Donnerstag 21.10.

Aufstehen 06:00 Uhr. Gogo macht Frühstück am Grill.

Dann Vorbereitung der Motorräder – alles wird gecheckt. Ein Motorrad hat einen neuen Reifen, der noch nicht richtig auf der Felge sitzt. Zwei Motorräder werden noch gereinigt.

Jetzt Mittagessen. Wir machen BURGER. Nachmittags geht Gogo mit Toni zum Arzt, während wir zum Einkaufen fahren.

Anke’s Handy ist defekt – sie hat sich noch nicht entschieden, ob ein Neues, oder Zubehör für das Alte beschafft wird. Wir haben Fisch und Meeresfrüchte zum Abendessen eingekauft.

Das Essen wird abends am Barbecue zubereitet. Da es ein ganz normaler Tag ist, schließen wir diesen, wie üblich mit VB, etwas Rotwein sowie Saphir bzw. Gordons ab.


Freitag 22.10.

Die Nacht war kalt. Aufstehen 06:00 Uhr. Um 08:00 Uhr machen wir uns auf in Richtung Perth. Vorher müssen wir bei YAMAHA  zwei Batterien für XT abholen. Mindestens eine an den Motorrädern hat sich „gestreckt“.

In Perth sind wir dann gegen 10:30 Uhr. Perth hat ein schönes altes Stadtzentrum mit interessanten Backsteinbauten und gepflegten Häusern. Toni, Anke und Schorsch gehen später andere Wege, während ich das westaustralische Museum im Culture-Center besichtige. Der Rundgang durch das Zentrum und der Aufenthalt haben sich gelohnt. Es ist eine schöne und saubere Stadt. Flächenmäßig jedoch mit öffentlichem Verkehrsmittel bzw. zu Fuß nicht zu bewältigen. Perth hat 1,3 Mio. Einwohner, aber eine sechsmal größere Fläche als Berlin mit seinen 4 Mio. Einwohner. Australien hat eben viel Platz.

Wir rufen uns per Handy wieder zusammen und fahren gegen 15:00 Uhr Richtung Campingplatz – ca. 20 km von der Stadt. Um ca. 16:00 Uhr sind wir zurück.

Dann wechseln wir das Differenzial-Öl an Toni’s Toyota. Außerdem ein Wechsel der Radlager am einachsigen Hänger – Aufräumen von Werkzeugen. Die Motorräder sind jetzt alle fit, nachdem Gogo noch ein Anlasser-Relais gewechselt hat.

Gogo hat schon die Tische und Stühle vor seiner Cabin aufgebaut. Da gibt es dann am Sonntag die erste Mahlzeit, wenn alle Teilnehmer eingetroffen sind.

Schorsch holt derweil Fleisch und Garnelen zum Abendessen. Alles ist gut gelaufen und das Essen ist fertig, als wir von Gogo’s Cabin zu uns kommen (ein Paarhundert Meter ums Eck). Schorsch hat sich als Koch versucht, doch er kriegte die bereits gegarten Shrimps trotz hartnäckigen Bratens auf dem Grill nicht weich.

Nach dem Essen füllen Gogo, Schorsch, Toni und ich Benzin-Gespräche bei den gleichen Getränken wie immer. Gogo berichtet vom Testen guter und schlechter Motorräder so wie vom Sicherheitstraining in Deutschland.


Samstag 23.10.

Heute Nacht war es wieder saukalt und es weht ein ekeliger Wind. Wir lassen es langsam angehen und legen uns bis gegen 7:30 Uhr nochmals hin. Schorsch hat Eier mit Bacon auf dem Grill gebrutzelt. Der Grill hinter dem Haus ist elektrisch und wird nach Einwurf einer Dollarmünze aktiviert. Er steht auf einer großzügig angelegten Rasenfläche und ist für die Bewohner der umliegenden Cabins zu Verfügung. Nebenan ist auch ein großer, gepflegter Pool sowie weitere Beabecue-Grills.

Heute ist Gammeltag. Zunächst ist Wäschewaschen angesagt. Später, nachmittags ein bisschen Sonnen am Pool.

Dann stellt Toni fest, dass an Stephans Jeep beide Stoßdämpfer locker sind. In verschiedene Werkstätten haben sie ihnen vor allem gesagt, dass die Stoßdämpfer kaputt seien, sie hätten jedoch zufällig solche da. Gogo wartet ab bis feststeht, dass das alles nicht stimmt. Es sind nur Gummipuffer, die fehlen. Toni baut solche mit ein, alles ok, 360 Dollar gespart. Der Abend verläuft wie am 22.10.


Arno